"Tatort: Meta"

"Tatort: Meta“ beschäftigt sich mit Mietlagern

Der Tatort „Meta“, welcher am Sonntagabend ausgestrahlt wurde, beschäftigt sich zu Anfang mit einem Self-Storage Anbieter. Aus jenem wird ein Paket an die Mordkommission Berlin verschickt. Als Hauptkommissar Robert Karow sein Büro betritt, findet er dort das vom Self-Storage versendete Paket vor. Dieses beinhaltet einen abgetrennten Finger. Im Mietlager angekommen, finden Rubin und Karow den Rest der Leiche in dem angemieteten Raum vor. Komischerweise ähnelt dies dem Film „Meta“, der zeitgleich bei der Berlinade vorgestellt wird.

Self-Storage als Leichenversteck

Tatsächlich kommt es in vielen Geschichten oder Romanen vor, dass eine Leiche oder andere verbotene Gegenstände in Mietlagern oder Self-Storage-Anlagen versteckt werden. So befinden sich die Sachen nicht im eigenen Haus und können unter Umständen keiner Person zugewiesen werden. Täter verstecken sich hinter einer gewissen Anonymität, da Täter und Gegenstände keinen täglichen Kontakt pflegen.  Zudem ist ein versehentliches Auftauchen eher ausgeschlossen. Tatsächlich kommt es vor, dass die Polizei gelegentlich illegale Gegenstände in Mieträumen sicherstellt. Die Zuweisung ist zwar schwieriger, aber nicht unmöglich.

Leiche in Wiener Mietlager

2005 kam es zu einem tragischen Fund in einer Self-Storage Anlage in Wien. Eine 44-jährige Ärztin wurde von Ihrem Sohn ermordet und in einem von Ihm angemieteten Lagerraum „versteckt“. Durch vorherige Indizien konnte man aber alles nachverfolgen und den Sohn verhaften. Dies zeigt, dass ein Mietlager immer einer Person zugewiesen werden kann.

Kompromiss aus Sicherheit und Anonymität

Viele Storage-Anbieter versprechen den Inhalt der Mieträume nicht zu überwachen oder zu überprüfen. Trotzdem muss für die Sicherheit des gesamten Lagers gesorgt werden. Hier entsteht ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen Kunden und Anbieter. Der Kunde versichert, keine verbotenen Gegenstände einzulagern. Hierzu gehören viele Dinge wie: Waffen, brennbare Materialien, gefährliche Flüssigkeiten und eben auch Menschen oder Leichen. Im Gegenzug kümmert sich der Vermieter um die Sicherheit gegen Einbrüche und Witterungsverhältnisse. Der Grad ist sehr schmal, darf aber dennoch nicht vom Kunden ausgenutzt werden.

Self-Storage und On Demand Storage

Der Tatort zeigt, dass das Self-Storage-Geschäft immer mehr in Erscheinung tritt und weiterhin Lagerflächen benötigt werden. Es kommen auch weitere Konzepte wie das Prinzip des On Demand Storage hinzu. Hier werden die Gegenstände durch den Anbieter abgeholt und auch wieder geliefert. Die Privatsphäre wird durch eine Versiegelung gewährleistet, logistisch allerdings in einem großen Lager untergebracht. Somit ist ein selbständiges und unüberwachtes Ein- und Auslagern nicht möglich. Dies verspricht mehr Sicherheit für alle Kunden.