On Demand Storage

Warum die wachsende Urbanisierung in Deutschland neue Möglichkeiten der Stauraumerweiterung fordert

2050 werden zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben, sagt eine aktuelle Studie der UN. Das Phänomen der Urbanisierung ist auch in Deutschland zu beobachten. Beispielsweise Hamburg, als zweitgrößte Stadt Deutschlands, gewann in den letzten 5 Jahren einen Einwohnerzuwachs von etwa 4,8%. Dies macht etwa 84.000 Menschen, die Wohnraum benötigen. Gebaut werden in Hamburg pro Jahr etwa 10.000 Wohnungen. Ähnlich sieht es auch in anderen Großstädten wie Berlin, München oder Köln aus. Dass Miet- und Kaufpreise in den Städten scheinbar unendlich steigen, ist kein Geheimnis.

Großstadt

Selfstorage als Lösung

Die Konsequenz dessen sind immer kleiner werdende Wohnungen mit immer weniger Stauraum zu dennoch hohen Preisen. Eine in den USA bereits weit verbreitete Alternative zum großen Keller ist der sogenannte Selfstorage. Dieser Begriff beschreibt laut Verband deutscher Self Storage Unternehmen e.V. das „“Selbst“-Einlagern von Gegenständen durch Privatpersonen oder Firmen in abgeschlossenen, sicheren, sichtgeschützten und bequem zugänglichen individuellen Mieteinheiten unterschiedlicher Größen bei sehr flexiblen Mietzeiten.“ In der Regel sind die Lagerräume 1-50 m²groß mit einer Höhe zwischen 2,50m-3m. Um genügend Platz für den Transport der Gegenstände gewährleisten zu können, bestehen die Anlagen aus großen Fluren zwischen den individuell abgetrennten Räumen. Einen Lagerraum muss man hier nach m² Buchen. Dieser sollte zu Anfang gut gewählt sein. Eine nachträgliche Erweiterung ist sofern nur möglich, wenn man das Abteil wechselt. Die Anzahl und Variation der Abteile sind aber von der Größe des Gebäudes abhängig. Es ist also möglich, dass man ein zweites Abteil anmieten muss, oder den Standort wechseln muss.

Mit der ersten Anlage 1958 in Florida startete in den Vereinigten Staaten ein Trend, der sich bis heute fortsetzt. Als im Golfkrieg viele Soldaten ihre Wohnungen aufgeben mussten, weil diese nicht durch den Staat finanziert wurden, wurde der Selfstorage im ganzen Land populär. Erst in den 1980er Jahren schwappte dieser Trend nach Europa, wo in England die ersten begehbaren Lagerhallen erbaut wurden. Auch heute ist klar zu erkennen, dass die USA globaler Vorreiter bzgl. der Anzahl von Selfstorages ist. Mit einem stetigen jährlichen Wachstum von etwa 11% ist und bleibt die Selfstoragebranche aufstrebend. Durch die Bauweisen amerikanischer Häuser ohne Keller und Dachböden ist der Markt allerdings nur schwer mit dem europäischen bzw. dem deutschen zu vergleichen.

Selfstorage in Europa

Selfstorage in Europa

Vorreiter in Europa ist ganz klar Großbritannien. Mit einer mietbaren Lagerfläche von etwa 0,06 m² pro Kopf wird diese etwa zehnfach so stark genutzt wie in Deutschland. Doch der Trend ist auch auf dem deutschen Markt angekommen: allein in den letzten 5 Jahren stieg die Anzahl an Selfstorages in Deutschland um das 1,5-fache. Durch minimalistische Einrichtungsstile und kleiner werdende Wohnungen lagern immer mehr Menschen ihre Gegenstände ein.

On Demand Storage

Als Weiterentwicklung des klassischen Selfstorages bezeichnet man den „On Demand Storage“. Der Hauptunterschied zum Selfstorage ist hier, dass der Kunde nicht selbst in die Lagerräume fahren muss, sondern „on Demand“, also auf Abruf, Verpackungsmaterial geliefert bekommt und Lagergut abgeholt und bei Bedarf innerhalb von 24 Stunden zurückgeliefert wird. Diese Lieferung inklusive Verpackungsmaterial ist beim On Demand Storage in der Regel im Preis mit inbegriffen. Durch die Anmietung ungenutzter Lagerfläche bei großen Anbietern können beispielsweise Boxen als einzelne Lagergegenstände angeboten und eingelagert werden, ohne dass die Notwendigkeit besteht, ein ganzes Lagerabteil zu mieten. Der Service wird über eine App gesteuert, was die Verwaltung der eingelagerten Gegenstände vereinfacht.

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